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Langsame Software

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Gespeichert von Erik Wegner am/um

Es scheint, dass sich Software dadurch als Premium-Software auszeichnet, dass Datenabfragen länger dauern als es die Ergebnismenge erwarten lässt.

Als Vergleich ein 3D-Spiel, gespielt in 4K-Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde.

  1. Ein Bild aus 3840 × 2160 Bildpunkten ergibt 8,3 Millionen Bildpunkte pro Bild. Ein Bildpunkt besteht aus mindestens 3 Byte pro Farbe.
  2. 60 Bilder pro Sekunde bedeutet, pro Bild stehen 16,6 Millisekunden zur Verfügung. In dieser Zeit muss die Spiellogik laufen, die Audioausgabe passieren, die Grafik erzeugt und angezeigt werden.

Das bedeutet, der Computer bewegt in unter 17 Millisekunden 24 Millionen Bytes.

Dem gegenüber erlebe ich als Beispiel die Abfrage von Daten aus einem Pool von 100.000 Datensätzen in 6 Sekunden (SAP).

Und auch in meiner Software ist schon eine künstliche Wartezeit je Schleifendurchlauf, damit der Benutzer überhaupt bemerkt, dass die Software eine Abfrage macht. Die Absicht dahinter ist, dass ein schnelles Ergebnis wahrscheinlich falsch ist. Ein langsames Ergebnis wird ja mit viel mehr Sorgfalt zusammengestellt und hat damit einen Vertrauensvorschuss.

Ge größer das Unternehmen hinter der Software, desto langsamer die Produkte?

Ein ähnliches Beispiel sind die Webseiten von Sony, Apple, Microsoft. Große Namen, miese Performance.