Das Gerät braucht Updates

Gespeichert von Erik Wegner am/um Di, 21.11.2017 - 06:16
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Im letzten Jahr habe ich gewechselt. Zwangsweise. Der Hersteller des Windows Phone-Telefons (Microsoft) hat die versprochenen Updates (Windows 10 für Mobile) nicht bereitgestellt und außerdem den Support gestrichen.

In der Frage nach der Ablösung standen mehrere Modelle zur Auswahl. Die Wahl fiel schließlich auf Vodafones Smart Platinum 7. Die Gründe waren: ein Hersteller in Deutschland, der auch noch ein großer Mobilfunkbetreiber ist, da sollte doch die Updateversorgung gesichert sein.

Dachte ich. Im echten Leben wurden zwei Sicherheitsupdates ausgeliefert.

Daraufhin habe ich mich im undurchschaubaren Dickicht an Neubestellungs-Hotlines und -Kontaktadressen durchgefragt, eine echte Support-Adresse für nichtvertragliche Mobiltelefone gibt es nicht. Der erste Anlauf brachte keinen Erfolg.

Im zweiten Anlauf wollte ich wissen, wie ich denn dieses nicht sicherheitstechnisch versorgte Gerät zurückgeben könne. Daraufhin konnte ich mit einem technisch versierten Mitarbeiter sprechen. Spannend war die Argumentationslinie:

  • Er: Der Geräte-Hersteller muss das Update bereitstellen. Ich: Der Hersteller sind Sie (also Vodafone).
  • Er: Es ist ein Google-Betriebssystem, also muss Google Updates liefern. Ich: Das Betriebssystem ist von Vodafone angepasst, also ist Vodafone in der Pflicht.
  • Er: Auf der Schachtel steht Android 6.0. Ich: Richtig. Mir geht es um Sicherheitsupdates.

Am Ende bat ich darum, den Bedarf an Sicherheitsversorgung an die entsprechenden Stellen weiterzugeben. Das Gespräch ist jetzt 2 Wochen her. Ob es gefruchtet hat, weiß ich von außen leider nicht (darum der Tadel in Kommunikation), aber jetzt wurde der Sicherheitsflicken für November 2017 verteilt. Dafür gibt es Lob. Und die Hoffnung, wenigstens alle 2 Monate ein Sicherheitsupdate zu bekommen.

Aufruf an alle, deren Telefon nicht versorgt wird (ja, auch Cuppertino und Redmond sind gemeint): Beschwert euch beim Hersteller, Verkäufer und Mobilfunkbetreiber. Diese drei schieben die Verantwortung gern hin und her. Gut, dass in diesem Fall alle drei den gleichen Namen tragen.

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